Wussten Sie, dass sich viele Options-Trader aus einem völlig falschen Grund Stillhalter-Geschäften (d.h. dem Verkauf von Optionen mit dem Ziel, Prämien zu vereinnahmen) widmen? Bevor ich diesen Grund entlarve, den ich auch als Mythos bezeichnen würde, möchte ich auf ein Experiment aus den 50er-Jahren zurückkommen. Im Jahr 1951 führte der Psychologe Solomon Asch folgendes Experiment durch: Dafür brachte er eine Versuchsperson mit 9 anderen, im Vorfeld eingeweihten Menschen in einem Raum zusammen. Asch stellte dann 12 sehr einfache Fragen an die Gruppe. Die Antworten auf die Fragen waren offensichtlich. Die 9 “Komparsen” gaben jedoch bewusst zu 7 der 12 Fragen falsche Antworten und die Person, die Teil des Experiments war, musste die Fragen immer als letzte beantworten. In 33% der Fälle gaben die „Versuchskaninchen“ ebenfalls eine falsche Antwort auf die Fragen, im Einklang mit der “Gruppen-Meinung” oder mit der “Herde”. Die etwas abgekürzte Botschaft aus diesem Experiment lautet: Wir tendieren dazu zu denken, dass, wenn viele eine bestimmte Meinung äußern, diese Meinung schon richtig sein dürfte und sind bereit, diese zu akzeptieren, obwohl wir selbst Zweifel daran haben. Es gab noch weitere Feinheiten zu diesem Experiment, aber belassen wir es dabei und kommen wir zum besagten Börsen-Mythos. 80% der Optionen verfallen (leider) nicht wertlos Wie oft haben Sie bereits gehört, dass 80% (oder manchmal sogar mehr) aller Optionen wertlos verfallen? Fast jeder Optionsguru erzählt uns das auf YouTube-Kanälen oder sogar in Büchern. Damit wollen sie ihre (z.T. naiven) Zuhörer und Leser davon überzeugen, dass Stillhalter-Geschäfte in jedem Fall attraktiv sind. Auch in einem teuren deutschen Ausbildungsprogramm wird den Schülern dieser falsche Sachverhalt vermittelt. Verstehen Sie mich nicht falsch: Stillhalter-Geschäfte sind attraktiv, sehr sogar, nur nicht aus diesem Grund! Glauben Sie selbst an diese Statistik? Haben Sie die Zahlen selbst überprüft oder einfach so akzeptiert? In meinem Video zeige ich Ihnen, warum diese Behauptung, dass 80% aller Optionen wertlos verfallen, schlichtweg falsch ist. Ja, es ist möglich, je nach Wahl des Basispreises und der Laufzeit einer Option, eine 80%ige Wahrscheinlichkeit zu erzielen, dass diese eine, bewusst gewählte Option wertlos verfallen wird. Aber pauschal lässt sich nicht sagen, dass 80% der gelisteten Optionen wertlos verfallen. Rein mathematisch betrachtet, verfallen am Verfallsdatum 50% aller gelisteten Optionen (Puts und Calls zusammen) wertlos. Meine Botschaft an Sie: Heben Sie sich von der Masse ab und folgen Sie nicht der Herde. Hinterfragen Sie Statements von Börsengurus, die es vielleicht selbst nicht besser wissen. Echte Statistiken und selbst finanzierende Mitgliedschaft Im Optionsdienst Planet Option haben wir in den ersten 2 Wochen mehrere Trades eröffnet. Sofern diese bis zum Ende erfolgreich verlaufen, werden die Abonnenten mit den vereinnahmten Prämien allein durch diese Trades je nach Mitgliedschaft schon mehrere Monate Abogebühren finanziert haben. In Planet Options geht es um Statistiken, nachvollziehbare Erfolgswahrscheinlichkeiten und Management-Techniken. Einige Plätze sind weiterhin frei: Traden Sie gerne jenseits der „Herde“! “Mathe statt Mythos” sozusagen… |
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